|
Schlaflosigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Stress ist sicher eine dieser Ursachen. Aber auch hier gilt: Es gibt verschiedene Arten von Stress. Eines lässt sich festhalten: Ein einzelnes stresserzeugendes Ereignis kann zu Schlaflosigkeit führen. Meist ist dies eine vorübergehende, einmalige Erscheinung, die nach kurzer Zeit wieder aufhört. Ereignisse dieser Art sind zum Beispiel der Todesfall eines Nahestehenden, eine Scheidung oder eine Trennung der Beziehung, berufliche Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen usw.
Doch auch solche Schlafstörungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn man weiss, dass gelegentliche Schlaflosigkeit unbehandelt leicht chronisch werden kann.
Eine andere Sache sind Ängste jeder Art. Diese sind tatsächlich verantwortlich für fast die Hälfte aller Fälle von Schlaflosigkeit mit psychologischen Ursachen (Depressionen sind ein weiterer psychologischer Grund für Schlaflosigkeit). Bei allgemeiner Angst sind Schlafstörungen oft auf Dauer vorhanden. Hierbei handelt es sich meist um Einschlafstörungen, verbunden mit Spannung und Zähneknirschen sowie Aufschrecken mitten in der Nacht. Angst stimuliert die körpereigenen Wecksysteme und wirkt dem Schlaf entgegen. Der Betroffene ist gefangen zwischen der Angst vor dem Schlaf und der Angst davor, nicht schlafen zu können. Tagsüber verspürt er dann Müdigkeit und Energiemangel. Trotz dieser Müdigkeit ist das Einschlafen am nächsten Abend ebenso schwierig. Und je mehr der Patient versucht, einzuschlafen, desto weniger gelingt es ihm. So kann ein regelrechter Teufelskreis entstehen, der die Schlaflosigkeit immer weiter fortsetzt.
Daher ist es wichtig, die Ursachen festzustellen. Hierzu sollte man unbedingt mit seinem Arzt sprechen. Aufgrund von Ängsten nicht oder nur schlecht zu schlafen, ist eindeutig ein Fall von Schlaflosigkeit!
|